Das Gold der Zigeuner klimpert nicht und glitzert nicht.
Es glänzt in der Sonne und wiehert in der Dunkelheit.
(Redensart der Gladdah Zigeuner von Galway)| Birrcastle
soweit wird es ein Tinker
selten brin- gen,um hier eine Heimat
zu finden. Da Zigeuner von
der gehobenen Schicht verachtet
werden, sind auch ihre Pferde in solchen Kreisen nicht erwünscht
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Pferdemarkt in Balinasloe
auf einem Treppenaufgang eingepfercht
stehen sie zu dutzenden dicht an dicht. Erstaunlich
gelassen verbringen sie dort unter den Augen der Zigeuner einen ganzen
Markttag
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Mit einem Stockmaß von ca. 135 cm bis 160 cm , einem mittelschweren bis schweren Körperbau, meist im Quadrattyp stehend, und einem ausgesprochen freundlichem Charakter eignet sich der Tinker besonders zum Reiten und Fahren . Durch sein liebes Wesen und sein ausgeglichenes Temperament ist er auch von Kindern zu handhaben.
Der Schwerpunkt des Einsatzgebietes des Tinkers liegt wohl im Gelände und Freizeitbereich und Fahren, wobei er sich auch gut für Allround- und Trailturniere eignet.
Dressurarbeit und kleine Sprünge sind aber auch kein Problem für diese Pferde.
Bevorzugt man die blutgeprägteren Typen der Tinkerfamilie, wird man sicherlich von ihrer Springveranlagung beeindruckt sein.
Ich selber schätze mich glücklich einen Tinkerhengst mein Eigen zu nennen, welcher auch auf offiziellen Spring-, Fahr- und Dressurturnieren bis zur Klasse M/A erfolgreich eingesetzt wurde.
Joey P verkörpert den Halfbredtyp des Tinkers. Trotz des hohen Blutanteils läßt er sich eigentlich durch nichts aus der Ruhe bringen. Er ist ehrlich und immer bei der Sache. Und er ist ein Workoholic.
Also durch und durch der Sporttyp .
Bevorzugt man einen ruhigeren Typ, wird man eigentlich mit dem traditonellen , dem schweren mit langen Behang bestückten Typ des Tinkers, immer auf der sicheren Seite sein.
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Tinker auf irischer Weide |
....aber auch so leben Tinker.
ein Schrottauto als Heuraufe
Zigeuner Romantik !?
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In Irland unterscheidet man 3 Grundtypen
- Pony-, Medium und Traditional/ Heavy Typ,
welche alle unter der Bezeichnung Piebald bzw. Skewbald gezüchtet werden. Der Rassename Tinker ist dort unbekannt und eher verpönt.
Die Farbschläge reichen von Schwarzschecken (Piebalds), welche sehr häufig vorkommen ,über Rot- und Braunschecken bis zu den recht seltenen Blauschecken - (Skewbalds alle anderen Scheckungen).
Erlaubt sind zur Plattenscheckung auch kleine vereinzelte punktuelle Flecken, die sogenannten Inkspots. Aber auch einfarbige Braune oder Schwarze, meist mit weißen „Socken„ kommen vor. Ganz selten sind die ganz weißen Tinker, eine seltene Laune der Natur.
Das Fell ist dicht, im Winter mit ziemlich langen Grannen versehen. Das Langhaar ist kräftig und dicht, mit fedriger, langer Fesselbehaarung. (es ähnelt dem der Friesen).
Sehr häufig sieht man auch einen Schnurbart .
Der Kopf ist schwer, manchmal etwas derb mit gerader oder konvexer Nasenlinie.
Das Auge ist meist groß und bedeutend. Die Augenfarbe variiert von schwarz über braun bis hin zu verschiedenen Blautönen.
Sehr typisch ist auch die abfallende, gespaltene Kruppe.
Knochen und Gelenke der Extremitäten sind meist stark und von kräftiger Kontur.
Der Röhrbeinumfang beträgt meist 22 -26 cm.
Diese Pferde haben ein ausgesprochenes Sozialverhalten und fühlen sich auch im großen Herdenverband wohl.
In Irland werden Hengste, Stuten und Wallache in gemischten Herden gehalten.
Tinker sind leichtfuttrig und lassen sich auch robust halten. Bei uns in Deutschland brauchen sie jedoch auf jeden Fall einen Stall oder Unterstand. Da in Irland die Temperaturen sehr selten im Minusbereich liegen.
| Jagdszene
vom Tinker zum Hunter eine Rasur machst möglich
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Fahrturnier Balinasloe
1998
fast unschlagbar Cracker/ S. Steegmann-Pierkes
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Vor ca. 20 Jahren kamen die ersten dieser Rasse nach Deutschland und wurden damals noch als Friesenschecken, später als Gipsys bezeichnet.
Seit Anfang des Jahres 1998 wird diese Rasse ganz offiziell als Irish Tinker bezeichnet und in Deutschland anerkannt.
Im Rheinland ist ein Stutbuch eröffnet worden in dem Hengste und Stuten mit original irischen Import Papieren eingetragen werden können. Und dann auch offiziell zur Zucht in Deutschland zugelassen sind.
Seit 1997 sind mehrere der von uns importierten Hengste gekört worden und viele Stuten ins Hauptstutbuch des Rheinischen Verbandes eingetragen worden.
Seit ca 3 Jahren besteht jetzt auch in Irland ein Zuchtverband und zwar die Irish Cob Society / Präsidentin Mrs. Evelyn Flynn / Dublin
© Silke Steegmann-Pierkes